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Katalysator Ankauf: Was dein Kat wert ist und wie du ihn verkaufst

Im Katalysator steckt kein Kupfer und kein Alu, sondern eine hauchdünne Edelmetallschicht auf Keramik. Deshalb gibt es dafür keinen Kilopreis – und keine seriöse Schätzung am Telefon.

Beim Katalysator-Ankauf wird nicht nach Gewicht wie bei Altmetall bezahlt, sondern nach dem, was an Platin, Palladium und Rhodium im Keramikkörper steckt. Genau deshalb findest du im Preismonitor keine Zeile „Katalysator“: Für diese Bauteile gibt es keine Tagesnotierung, aus der sich eine Spanne je Kilogramm ableiten ließe, und wir erfinden keine. Was dein Kat wert ist, entscheiden vier Dinge – die Kat-Nummer auf dem Gehäuse, der Fahrzeugtyp, das Gewicht des Monolithen und dessen Zustand. Seriös bewertet wird über diese Nummer und, bei größeren Mengen, über eine Analyse des gemahlenen Keramikpulvers. Alles andere ist geraten.

Was im Katalysator wirklich Geld wert ist

Der Kat besteht außen aus einem Edelstahlgehäuse, innen aus einem wabenförmigen Keramikkörper, dem Monolithen. Auf dieser Keramik liegt die katalytisch wirksame Beschichtung – ein Gemisch aus Platin, Palladium und Rhodium, das die Abgase umsetzt. Die Schicht ist mikroskopisch dünn: Der Wert steckt in der Beschichtung, nicht in der Masse des Bauteils. Ein schwerer Kat mit wenig Beschichtung kann weniger bringen als ein leichter mit viel.

Das Edelstahlgehäuse selbst ist gewöhnlicher Edelstahlschrott und macht nur einen kleinen Teil des Werts aus. Wer einen Kat als reines Blechteil auf die Waage legt, verschenkt den eigentlichen Inhalt.

Katalysator: Wo der Wert stecktKeramikmonolith mit WabenstrukturBeschichtung mit Platin, Palladium und RhodiumStahlgehäuseDer Wert liegt in derBeschichtung, nicht imBlech.Bewertung überKat-Nummer auf demGehäuse und Analyse.Metallträger- undUniversal-Kats bringendeutlich weniger.Ausgebrannte oder leereKeramik ist praktischwertlos.Seriöse Aufkäufer verlangen Ausweis und Angaben zur Herkunft – Katalysatordiebstahl ist verbreitet.
Der Wert steckt in der Beschichtung des Monolithen, nicht im Blech.
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Welche Edelmetalle in welchem Verhältnis enthalten sind, hängt vom Motorkonzept ab. Bei Ottomotoren spielen Palladium und Rhodium die größere Rolle, bei Dieselfahrzeugen Platin. Dieselpartikelfilter und SCR-Katalysatoren für die Stickoxidminderung sind eigene Sorten mit eigener Bewertung – fotografiere das Bauteil samt Aufdruck, bevor du es abschraubst.

Die Kat-Nummer entscheidet, nicht das Bauchgefühl

Auf fast jedem Serienkatalysator ist eine Kennung eingeprägt oder aufgeklebt – meist auf einem Blechschild am Gehäuse oder direkt in den Mantel geschlagen. Diese Kat-Nummer ist der Schlüssel zur Bewertung: Aufkäufer ordnen ihr über interne Datenbanken den typischen Edelmetallgehalt des jeweiligen Typs zu. Ohne Nummer bleibt nur die Einstufung als unbekannter Typ, und die fällt regelmäßig vorsichtig aus.

Zwei Bauarten bringen deutlich weniger, als viele erwarten:

Katalysator Ankauf: So läuft eine seriöse Bewertung ab

Ein belastbares Angebot entsteht, wenn jemand das Bauteil in der Hand hat oder mindestens Nummer, Fotos und Gewicht kennt. Bei größeren Mengen – etwa aus einer Werkstatt – wird der Weg noch genauer: Die Kats werden aufgeschnitten, die Keramik entnommen, gemahlen, homogenisiert und im Labor auf ihren Edelmetallgehalt analysiert. Abgerechnet wird dann gegen die Börsennotierungen der enthaltenen Metalle abzüglich Aufbereitungs- und Raffinationskosten. Das dauert länger als eine Barzahlung an der Rampe, ist aber die einzige Methode, bei der beide Seiten nachrechnen können.

Preis am Telefon ist keine Bewertung

Wer dir ohne Kat-Nummer, ohne Fotos und ohne Gewicht eine feste Summe nennt, schätzt – oder kalkuliert die Unsicherheit zu deinen Lasten ein. Umgekehrt sind auffällig hohe Zusagen am Telefon ein bekanntes Muster: Vor Ort wird die Einstufung dann „korrigiert“, wenn das Teil schon ausgebaut auf dem Tisch liegt. Lass dir das Angebot schriftlich geben, mit Kat-Nummer und Gewicht darauf.

Preislisten und Apps, die kursieren, sind Orientierungswerte aus unbekannter Quelle und teils Jahre alt. Die Edelmetallnotierungen – besonders Rhodium – schwanken stark, und die Aufbereitungsspanne ist bei jedem Betrieb anders. Deshalb führen wir im Monitor lieber keine Zahl als eine hübsche, aber unbelegte.

Diebstahl und Herkunftsnachweis

Katalysatordiebstahl ist ein verbreitetes Delikt: Das Teil ist in Minuten abgetrennt, leicht und ohne Kennzeichen. Für dich als ehrlichen Verkäufer hat das eine unmittelbare Folge – seriöse Aufkäufer prüfen die Herkunft, und das ist gut so.

Für Betriebe, bei denen Kats regelmäßig anfallen, gehört das in denselben Nachweisordner wie der übrige Metallschrott. Wie Getrennthaltung und Dokumentation in der Werkstatt praktisch aussehen, steht auf der Seite Schrottcontainer für Kfz-Werkstätten. Was beim privaten Verkauf an Ausweis, Beleg und Steuer zu beachten ist, erklärt der Ratgeber Schrott verkaufen als Privatperson.

Ausbau und Altfahrzeug: der rechtliche Rahmen

Ein Katalysator ist Teil der Abgasanlage und damit zulassungsrelevant. Am eigenen Fahrzeug darfst du schrauben; ein Kat, der im Straßenverkehr weiterbetrieben wird, muss aber dem genehmigten Typ entsprechen. Der Ausbau bei fremden Fahrzeugen gehört in die Werkstatt.

Altfahrzeuge gehören in den zertifizierten Demontagebetrieb

Ein Altfahrzeug darf nur zu einer anerkannten Annahmestelle transportiert und nur in einem zertifizierten Demontagebetrieb zerlegt werden. Wer ein Auto im Hof ausschlachtet, um Kat, Felgen und Buntmetall zu verkaufen, bewegt sich außerhalb dieses Rahmens – unabhängig davon, wem das Fahrzeug gehört. Für den Verwertungsnachweis ist der Demontagebetrieb zuständig; er ist zugleich der Beleg, dass der Kat legal ausgebaut wurde.

Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

Schrottgeier hat keinen eigenen Fuhrpark und kauft selbst nichts an. Fällt bei dir neben dem Kat weiterer Metallschrott an – Auspuffanlagen, Bremsscheiben, Felgen, Blech –, vermitteln wir dich an einen geprüften Fachbetrieb in deiner Region, der abholt oder einen Behälter stellt. Den Kat selbst gibst du am besten bei einem spezialisierten Aufkäufer oder im Demontagebetrieb ab, weil dort die Bewertung über Nummer und Analyse läuft.

Häufige Fragen zum Katalysator

Warum steht kein Katalysatorpreis im Preismonitor?

Weil es für Katalysatoren keine Tagesnotierung gibt, aus der sich ein Kilopreis ableiten ließe. Der Wert hängt am Edelmetallgehalt des einzelnen Typs, nicht am Gewicht des Bauteils. Eine erfundene Spanne wäre bequemer, aber falsch – deshalb lassen wir die Zeile bewusst leer und erklären stattdessen den Bewertungsweg.

Wo finde ich die Kat-Nummer?

Auf dem Gehäuse: eingeprägt in das Blech, auf einem angeschweißten Schild oder als aufgeklebtes Etikett. Oft liegt sie unter einer Schicht Ruß oder Rost. Vorsichtig freibürsten und abfotografieren, nicht abschleifen – ohne lesbare Nummer fällt die Einstufung niedriger aus.

Ist ein Diesel-Kat mehr wert als einer vom Benziner?

Pauschal lässt sich das nicht sagen. Die Edelmetalle unterscheiden sich – bei Dieselfahrzeugen spielt Platin die größere Rolle, bei Ottomotoren Palladium und Rhodium –, aber entscheidend ist der konkrete Typ hinter der Kat-Nummer. Auch innerhalb einer Baureihe gibt es große Unterschiede.

Was bringt ein leerer oder ausgebrannter Katalysator?

Praktisch nichts außer dem Materialwert des Edelstahlgehäuses. Fehlt die Keramik oder ist sie durch Motorschaden geschmolzen beziehungsweise ausgetragen, ist das Edelmetall weg. Ein bloßes Rasseln beim Schütteln heißt allerdings nur, dass der Monolith gebrochen ist – dann ist der Inhalt meist noch da und wird bewertet.

Muss ich beim Verkauf meinen Ausweis zeigen?

Ja, und das ist ein gutes Zeichen. Wegen der verbreiteten Katalysatordiebstähle erfassen seriöse Aufkäufer Personalien und fragen nach der Herkunft. Nimm Fahrzeugschein, Kaufvertrag oder die Werkstattrechnung über den Austausch mit.

Darf ich den Katalysator selbst ausbauen?

Am eigenen Fahrzeug ja. Bei einem Altfahrzeug gilt etwas anderes: Zerlegt werden darf es nur in einem zertifizierten Demontagebetrieb, der auch den Verwertungsnachweis ausstellt. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

Quellen: Rechtsrahmen für Altfahrzeuge und Demontagebetriebe nach Kreislaufwirtschaftsgesetz und Altfahrzeug-Verordnung, Zusammenfassung in Methodik und Quellen. Technische Angaben zu Aufbau und Beschichtung von Fahrzeugkatalysatoren: allgemeiner Stand der Technik, keine Herstellerangaben. Preisangaben bewusst keine: für Katalysatoren gibt es keine Börsennotierung und damit keine ableitbare Tagesspanne.