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Gewerbeabfallverordnung 2026: Was für Metallabfälle gilt – und was die geplante Novelle ändern würde

Die Novelle der Gewerbeabfallverordnung ist noch nicht beschlossen, es gilt die Fassung von 2017. Metall getrennt sammeln und das dokumentieren müssen Betriebe trotzdem schon heute.

7 Minuten Lesezeit Aktualisiert am Redaktion Schrottgeier

Wer 2026 nach der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) sucht, stößt oft auf eine „Novelle 2026“. Sie ist nicht in Kraft: Der Entwurf liegt seit Februar 2025 im Bundesrat und ist nicht beschlossen. Es gilt die Verordnung von 2017 – und die verlangt schon heute, dass Betriebe Metall getrennt sammeln und das belegen. Für Metallabfälle aus Handwerk und Bau ist das gut machbar: Metall lässt sich vergleichsweise einfach getrennt halten, und mit dem Wiegeschein gibt es einen Beleg, der ohnehin bei jeder Abholung entsteht. Dieser Ratgeber trennt klar, was heute gilt und was der Entwurf ändern würde (Stand: Oktober 2026).

seit 2017gilt die Dokumentationspflicht für getrennt gesammeltes Metall (§ 3 Abs. 3 GewAbfV)
10 m³bis zu dieser Abfallmenge je Baumaßnahme entfällt die Dokumentationspflicht (§ 8 Abs. 3 GewAbfV)
bis 10.000 €Bußgeldrahmen, wenn die Dokumentation fehlt (§ 13 GewAbfV, § 69 KrWG)
90 %getrennt verwertet im Vorjahr: Gemische müssen nicht in die Vorbehandlung (§ 4 Abs. 3) – der Entwurf würde das streichen

Stand Oktober 2026: Die Novelle ist noch nicht in Kraft

Die Bundesregierung hat den Entwurf einer neuen Gewerbeabfallverordnung im Februar 2025 dem Bundesrat zugeleitet (BR-Drs. 60/25). Im Juli 2025 wurde er von der Tagesordnung genommen; einen Beschluss gibt es bis heute nicht. Der vorgesehene Termin 1. Juli 2026 ist verstrichen. Maßgeblich ist deshalb weiter die Gewerbeabfallverordnung vom 18. April 2017; ihre letzte Änderung vom Juli 2026 war nur eine Folgeänderung zum neuen Verpackungsrecht. Ob und mit welchem Inhalt die Novelle kommt, ist offen.

Was heute gilt (GewAbfV 2017)

ThemaRegelung heuteWas das für Metall heißt
GetrennthaltungMetalle getrennt von anderen Abfällen sammeln und verwerten (§ 3 Abs. 1, Baustellen § 8 Abs. 1)Pflicht ist die Fraktion „Metalle“; feiner nach Stahl, Edelstahl, Aluminium und Buntmetall zu trennen ist keine Pflicht, erlöst aber deutlich mehr
Dokumentationgetrennte Sammlung belegen mit Lageplänen, Fotos, Liefer- oder Wiegescheinen (§ 3 Abs. 3 S. 2 Nr. 1)Wiegeschein je Abholung und datierte Fotos der Behälter sind der einfachste Weg
VerwertungserklärungErklärung des Abnehmers mit Name, Anschrift, Masse, Verwertungsart und beabsichtigtem Verbleib (§ 3 Abs. 3 S. 2 Nr. 2)steht oft auf dem Wiegeschein oder kommt als Jahresbescheinigung des Schrotthändlers
Vorlage und BußgeldVorlage auf Verlangen der Behörde (§ 3 Abs. 3 S. 3); Bußgeld bis 10.000 € bei fehlender Dokumentation, bis 100.000 € bei fehlender Getrennthaltung (§ 13 GewAbfV, § 69 KrWG)Ablage so führen, dass sie ohne Suchen vorgelegt werden kann
Geringe Mengenkeine feste Grenze; von der Getrennthaltung befreit nur, wenn sie technisch nicht möglich ist – etwa weil kein Platz für die Behälter da ist – oder wirtschaftlich nicht zumutbar, etwa wegen einer sehr geringen Menge (§ 3 Abs. 2 GewAbfV; auf Baustellen § 8 Abs. 2, dort auch bei hoher Verschmutzung); Richtwert der Länder rund 10 kg je Fraktion und Woche, auf Baustellen bis zu 1 m³wer regelmäßig Containermengen erzeugt, liegt deutlich darüber
Kleine Baustellenbis insgesamt 10 m³ Abfall je Maßnahme keine Dokumentation (§ 8 Abs. 3 S. 4)getrennt sammeln bleibt grundsätzlich Pflicht
90-%-Regelbei mindestens 90 % getrennter Verwertung gewerblicher Siedlungsabfälle im Vorjahr keine Vorbehandlung der Gemische (§ 4 Abs. 3 S. 3); die Gemische gehen dann vorrangig in eine sonstige, insbesondere energetische Verwertung (§ 4 Abs. 4); den Nachweis erstellt der Betrieb bis zum 31. März des Folgejahres, ein zugelassener Sachverständiger muss ihn prüfen (§ 4 Abs. 5 S. 4 GewAbfV)Metall, das zu den gewerblichen Siedlungsabfällen zählt, hilft, die Schwelle zu erreichen; Produktionsschrott zählt nicht mit
Quoten der Anlagen85 % Sortierquote und 30 % Recyclingquote seit 2019 – Pflicht der Betreiber von Vorbehandlungsanlagen (§ 6 Abs. 3 und 5)betrifft Ihren Betrieb nicht unmittelbar

Für welche Abfälle das gilt: Die Pflichten aus § 3 betreffen gewerbliche Siedlungsabfälle – Abfälle aus Betrieben, die Haushaltsabfällen ähnlich sind, etwa ausgediente Regale, Mobiliar oder Metallteile aus der Instandhaltung –, die Pflichten aus § 8 Metalle aus Bau- und Abbruchmaßnahmen (Abfallschlüssel 17 04). Produktionsabfälle wie Stanzgitter oder Späne fallen nur darunter, wenn sie Haushaltsabfällen vergleichbar sind; emulsionsbehaftete Späne sind es nicht. Für sie gilt das allgemeine Getrennthaltungsgebot (§ 9 KrWG), nicht die Dokumentationspflicht der GewAbfV – Wiegescheine und Verwertungsbelege abzulegen bleibt trotzdem sinnvoll. Im Zweifel ordnet die zuständige Abfallbehörde ein.

Was die geplante Novelle ändern würde (Entwurf, noch nicht in Kraft)

Der Entwurf (BR-Drs. 60/25) ändert weniger an der Frage, ob Betriebe trennen müssen, als daran, wie sie das belegen. Die wichtigsten Punkte – unter dem Vorbehalt, dass sich der Inhalt im Verfahren noch ändern kann:

ThemaHeuteNach dem Entwurf
NachweisformenLageplan, Fotos, Liefer- oder WiegescheineLageplan entfällt als Nachweis
Formularkein amtliches Formularverbindlicher Vordruck
Sehr geringe MengenRichtwerte der Länder, keine Zahl in der Verordnung10 kg je Woche und 1 m³ je Maßnahme als Richtwerte in der Verordnung
Beschriftungkeine PflichtGetrennt-Behälter mit der Fraktion, Gemischbehälter mit den nicht zugelassenen Fraktionen
Sachverständigenur für den 90-%-Nachweis, vom Betrieb beauftragtBehörde kann bei Zweifeln einen Sachverständigen einschalten; Kosten bei festgestellten Fehlern
90-%-Ausnahmegiltentfällt
Gewerbeabfallverordnung: was die geplante Novelle ändern würde – noch nicht in KraftStand Oktober 2026 gilt die Gewerbeabfallverordnung von 2017; der Entwurf BR-Drs. 60/25 ist nicht beschlossen. Gegenüberstellung heute und Entwurf: Nachweisformen und Vordruck, Richtwerte für geringe Mengen, Beschriftung der Behälter, Sachverständige, 90-%-Ausnahme und das empfohlene Vorgehen.GEWERBEABFALLVERORDNUNG: ENTWURFWas die Novelle ändern würde – noch nicht in KraftStand Oktober 2026: Es gilt die GewAbfV von 2017Der Entwurf (BR-Drs. 60/25) liegt seit Februar 2025 im Bundesrat und ist nicht beschlossen. Der geplante Termin1. Juli 2026 ist verstrichen; der Inhalt kann sich noch ändern.NachweisformenHeute: Lageplan, Fotos, Liefer- oderWiegescheine; kein amtliches Formular.Entwurf: Lageplan entfällt, verbindlicherVordruck.Geringe MengenHeute: Keine Zahl in der Verordnung;Vollzugshinweise der Länder: rund 10 kg jeFraktion und Woche, auf Baustellen bis zu 1 m³je Fraktion und Maßnahme.Entwurf: Diese Richtwerte stünden in derVerordnung.BeschriftungHeute: Keine Pflicht, aber empfehlenswert.Entwurf: Getrennt-Behälter mit der Fraktion,Gemischbehälter mit den nicht zugelassenenFraktionen.SachverständigeHeute: Nur für den 90-%-Nachweis, vomBetrieb beauftragt.Entwurf: Behörde kann bei Zweifeln eineneinschalten; Kosten bei festgestellten Fehlern.90-%-AusnahmeHeute: Bei 90 % getrennter Verwertung imVorjahr müssen Gemische nicht in dieVorbehandlung.Entwurf: Die Ausnahme entfällt.Ihr VorgehenHeute: Datierte Fotos, Wiegescheine und dieErklärung des Abnehmers ablegen.Danach: Damit wären Sie auch nach derNovelle gerüstet.Quellen: GewAbfV vom 18.04.2017 (BGBl. I S. 896); Entwurf BR-Drs. 60/25. Der Entwurf ist nicht in Kraft. Welche Pflichten fürIhren Betrieb gelten, sagt die zuständige Abfallbehörde. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.
Heute gilt die Verordnung von 2017 – der Entwurf ist nicht beschlossen.
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Welche Belege heute zählen

Die Dokumentation hat zwei Teile. Erstens belegen Sie, dass Sie getrennt sammeln. Zulässig sind:

  • Lagepläne mit den Behältern und ihren Fraktionen – heute ausdrücklich zulässig
  • Fotos der getrennten Behälter an ihrem Standort, datiert und regelmäßig wiederholt
  • Lieferscheine über die Abgabe an den Abnehmer
  • Wiegescheine mit Datum, Sorte, Menge und Abnehmer
  • ähnliche Dokumente; bei gefährlichen Abfällen gelten zusätzlich die dafür vorgeschriebenen Nachweise

Zweitens brauchen Sie eine Erklärung des Abnehmers mit seinem Namen und seiner Anschrift, der Masse, der Verwertungsart und dem beabsichtigten Verbleib (§ 3 Abs. 3 S. 2 Nr. 2 GewAbfV). Bei Schrott steht das oft auf dem Wiegeschein, sonst stellt der Schrotthändler eine Jahresbescheinigung aus.

Für Metall ist der Wiegeschein der stärkste Beleg. Er entsteht bei der Verwiegung ohnehin, nennt die Menge in Kilogramm oder Tonnen und lässt sich einer Sorte und einem Datum zuordnen; enthält er auch Verwertungsart und Verbleib, deckt er beide Teile ab. Wer zusätzlich vor jeder Abholung ein Foto des Behälters macht, hat die Getrennthaltung doppelt belegt – und wäre auch dann gerüstet, wenn der Lageplan mit der Novelle wegfiele.

Sprechen Sie mit Ihrem Entsorger ab, dass Metall als eigene Position auf dem Wiegeschein erscheint, bei feinerer Trennung jede Sorte. Ein Wiegeschein, auf dem nur „Schrott“ steht, belegt die Menge, aber nicht die Trennung. Mehr dazu auf der Seite Dokumentation nach Gewerbeabfallverordnung.

Gemische: warum der Mischcontainer unattraktiv ist

Eine Pflicht, Gemischbehälter mit Störstoffen zu kennzeichnen, gibt es heute nicht; erst der Entwurf würde vorschreiben, Gemischbehälter mit den nicht zugelassenen Fraktionen zu beschriften. Unattraktiv ist der Mischcontainer trotzdem: Metall gehört nach geltendem Recht getrennt gesammelt, und gemischte gewerbliche Siedlungsabfälle müssen, wo ausnahmsweise gemischt gesammelt werden darf, grundsätzlich in eine Vorbehandlungsanlage (§ 4 Abs. 1 GewAbfV).

Dazu kommt der wirtschaftliche Effekt. Metall im Gemisch verliert seinen Materialwert, weil es erst aussortiert werden muss. Buntmetall wie Kupfer oder Messing, das im Mischcontainer landet, wird im Zweifel wie Stahl-Mischschrott bewertet. Wie groß der Abstand zwischen den Sorten ist, zeigt der Preismonitor: Stahl-Mischschrott liegt aktuell bei 0,13–0,18 €/kg, Kupfer Millberry bei 10,48–11,51 €/kg.

Was Handwerk und Bau jetzt konkret tun sollten

Im Handwerksbetrieb mit festem Standort ist der Aufwand überschaubar:

  1. Sorten festlegen Pflicht ist, Metall getrennt von anderen Abfällen zu sammeln. Stahl und Eisen zusätzlich von Buntmetall und Edelstahl zu trennen ist keine Pflicht, lohnt sich aber. Welche Aufteilung sich in Ihrer Branche bewährt, zeigen die Seiten für Metallbau und Kfz-Werkstätten.
  2. Behälter kennzeichnen Heute keine Pflicht, aber empfehlenswert: Ein Schild mit der Sorte hilft den Mitarbeitenden und macht die Fotos aussagekräftig.
  3. Belege sammeln Wiegeschein je Abholung, Foto vor der Abholung und die Erklärung des Abnehmers über Menge, Verwertungsart und Verbleib, abgelegt an einem Ort.
  4. Lageplan ergänzen Wer mit einem Lageplan dokumentiert, darf das heute weiter. Datierte Fotos dazu machen Sie unabhängig davon, ob die Novelle den Lageplan streicht.

Auf der Baustelle ist es schwieriger, weil Platz knapp ist und mehrere Gewerke gleichzeitig arbeiten. Bewährt hat sich, Metall beim Rückbau früh auszubauen und einen eigenen Container dafür vorzusehen, statt es später aus dem Gemisch zu sortieren. Fallen je Maßnahme insgesamt nicht mehr als 10 m³ Abfall an, entfällt die Dokumentation; auf einer Abbruchbaustelle ist diese Menge meist schnell überschritten. Mehr dazu auf der Seite Abbruch und Rückbau.

In Produktionsbetrieben mit laufender Stellung lohnt es sich, die Dokumentation mit dem Abnehmer schriftlich zu regeln: Sorten, Behälter, Turnus, Wiegeschein je Abholung und die Verwertungserklärung. Einzelheiten auf der Seite Industrie und Produktion.

Wer prüft – und was das für Ihre Unterlagen bedeutet

Die zuständige Abfallbehörde kann Ihre Dokumentation jederzeit verlangen, auf Wunsch auch elektronisch. Ein Sachverständiger ist heute nur für den Nachweis der 90-%-Quote vorgesehen; den beauftragt und bezahlt der Betrieb selbst. Der Entwurf der Novelle würde der Behörde zusätzlich erlauben, bei Zweifeln an der Dokumentation einen Sachverständigen einzuschalten, mit Kosten für den Betrieb bei festgestellten Fehlern. So oder so gilt: Ihre Unterlagen sollten so geordnet sein, dass ein Außenstehender sie ohne Erklärung nachvollziehen kann. Eine eigene Aufbewahrungsfrist nennt die Verordnung nicht; bewahren Sie die Belege mehrere Jahre auf.

Achten Sie auch darauf, wem Sie Ihr Metall übergeben. Ein Abnehmer, der weder eine Anzeige nach § 53 Kreislaufwirtschaftsgesetz beziehungsweise eine Erlaubnis nach § 54 noch ein Zertifikat als Entsorgungsfachbetrieb vorweisen kann, ist ein Risiko für Ihre Dokumentation. Schrottgeier vermittelt Anfragen nur an Fachbetriebe, die diese Nachweise vorgelegt haben – die vollständige Liste der geprüften Unterlagen steht auf der Seite Schrottcontainer für Gewerbe.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Ratgeber fasst die geltende Gewerbeabfallverordnung (Fassung von 2017) für Metallabfälle zusammen und beschreibt den Entwurf einer Novelle (BR-Drs. 60/25) als Ausblick; der Entwurf ist nicht in Kraft und kann sich noch ändern. Stand: Oktober 2026. Welche Pflichten, Quoten und Ausnahmen für Ihren Betrieb im Einzelnen gelten, hängt von Art und Menge der Abfälle ab. Verbindliche Auskunft gibt die zuständige Abfallbehörde, bei Fragen zur Auslegung eine auf Abfallrecht spezialisierte Kanzlei.

Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

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Häufige Fragen zur Gewerbeabfallverordnung 2026

Ist die GewAbfV-Novelle 2026 in Kraft?

Nein. Der Entwurf (BR-Drs. 60/25) liegt seit Februar 2025 im Bundesrat, wurde im Juli 2025 von der Tagesordnung genommen und ist nicht beschlossen; der geplante Termin 1. Juli 2026 ist verstrichen. Es gilt die Gewerbeabfallverordnung von 2017 (Stand: Oktober 2026).

Reicht ein Lageplan noch als Nachweis für die Getrennthaltung?

Ja. Lagepläne sind nach geltendem Recht ausdrücklich zulässig, ebenso Fotos, Liefer- und Wiegescheine (§ 3 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 GewAbfV). Der Entwurf der Novelle würde den Lageplan streichen. Dazu gehört in jedem Fall die Erklärung des Abnehmers über Menge, Verwertungsart und Verbleib.

Gibt es eine Bagatellgrenze von 10 kg pro Woche?

Nicht in der Verordnung. Von der Getrennthaltung befreit nur, wenn sie technisch nicht möglich ist – etwa weil kein Platz für die Behälter da ist – oder wirtschaftlich nicht zumutbar, etwa wegen einer sehr geringen Menge (§ 3 Abs. 2 GewAbfV; auf Baustellen § 8 Abs. 2, dort auch bei hoher Verschmutzung). Die Vollzugshinweise der Länder nennen dafür als Richtwert rund 10 kg je Fraktion und Woche, auf Baustellen bis zu 1 m³ je Fraktion und Maßnahme. Der Entwurf würde diese Richtwerte in die Verordnung übernehmen. Unabhängig davon entfällt auf Baustellen die Dokumentation, wenn insgesamt nicht mehr als 10 m³ Abfall anfallen.

Darf ich Metall weiter im Mischcontainer sammeln?

Grundsätzlich nein: Metall ist schon heute getrennt zu sammeln, Ausnahmen gibt es nur bei technischer Unmöglichkeit oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit. Eine Pflicht, Störstoffe am Gemischbehälter auszuweisen, besteht heute nicht. Ein eigener Metallbehälter ist in der Regel einfacher und erhält den Materialwert.

Wer trägt die Kosten der Sachverständigenprüfung?

Heute ist ein Sachverständiger nur für den Nachweis der 90-%-Quote vorgesehen; ihn beauftragt und bezahlt der Betrieb. Nach dem Entwurf könnte die Behörde bei Zweifeln einen Sachverständigen einschalten, die Kosten trüge der Betrieb bei festgestellten Fehlern. Das ist noch nicht geltendes Recht.

Quellen: Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) vom 18.04.2017, BGBl. I S. 896, zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 4 G v. 13.07.2026, BGBl. 2026 I Nr. 207; Entwurf einer Novelle, BR-Drs. 60/25 (nicht beschlossen); Kreislaufwirtschaftsgesetz §§ 53, 54, 69; Vollzugshinweise zur Gewerbeabfallverordnung, Mitteilung 34 der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA M 34), Fassung 2019; Stadt Neumünster, Merkblatt Abfallrecht für den Schrotthandel. Rechtsstand: Oktober 2026. Preise: Preismonitor schrottgeier.de, Stand .