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Schrottcontainer für Gewerbe

Was kostet ein Schrottcontainer?

Bei reinem Metall ist der Container oft kostenlos oder bringt Geld. Bezahlt wird, wenn Menge, Entfernung oder Verunreinigung die Rechnung kippen.

Bei reinem, sortiertem Metall stellt der Fachbetrieb den Container häufig kostenlos – bei größeren Mengen oder hohem Buntmetallanteil bekommen Sie darüber hinaus eine Gutschrift für die Ladung. Der Grund ist nüchtern: Der Materialwert trägt die Tour. Bezahlt wird dann, wenn die Rechnung kippt – wenn die Menge zu klein ist, die Entfernung zu groß, das Material stark verunreinigt oder mit Störstoffen vermischt. Einen Festpreis nennen wir auf dieser Seite bewusst nicht, weil es ihn nicht gibt: Jeder Betrieb kalkuliert mit seinem eigenen Fuhrpark, seinen Wegen und seinen Abnehmern. Diese Seite zeigt stattdessen, woraus sich die Zahl zusammensetzt, damit Sie ein Angebot prüfen können. Schrottgeier vermittelt Ihre Anfrage an einen geprüften Fachbetrieb in Ihrer Region und stellt selbst keine Container.

kgAbrechnungseinheit für Schrott – nicht der Kubikmeter, nicht der Tag
100–250 €Größenordnung einer Abrollkipper-Tour laut eigener Marktrecherche
1,5–3 twiegt eine 7-m³-Mulde mit losem Mischschrott

Warum reines Metall oft nichts kostet – und wann doch

Ein Schrottcontainer ist wirtschaftlich etwas anderes als ein Bauschuttcontainer. Bei Bauschutt zahlen Sie für die Entsorgung einer Last, die niemand haben will; bei Metall liefern Sie einen Rohstoff mit Markt. Der Fachbetrieb rechnet deshalb zwei Seiten gegeneinander: die Kosten der Logistik und den Wert dessen, was im Behälter liegt.

Die Logistik ist der feste Teil. Eine Abrollkipper-Tour kostet den Betrieb nach eigener Marktrecherche grob 100–250 € – Fahrzeug, Fahrer, Diesel, Zeit. Das ist eine Größenordnung aus dem Markt, kein Preis, den Ihnen jemand in Rechnung stellt, erklärt aber den Mechanismus: Erst wenn der Materialwert der Ladung darüber liegt, trägt sich die Fahrt aus dem Schrott heraus. Dann wird der Container kostenlos gestellt – oder Sie bekommen den Überschuss als Gutschrift.

Vier Umstände kippen diese Rechnung regelmäßig:

In diesen Fällen entsteht eine Rechnung – nicht als Aufschlag, sondern weil die Tour nicht mehr aus dem Material bezahlt wird.

Woraus sich die Kosten zusammensetzen

Wer ein Angebot prüfen will, sollte die Posten kennen. Viele Betriebe rechnen mit einer Pauschale, in der mehrere davon stecken – fragen Sie im Zweifel nach der Aufschlüsselung.

PostenWas dahinterstecktWorauf Sie Einfluss haben
An- und Abfahrtzwei Fahrten je Behälter: Stellen und Abholen, jeweils mit Fahrzeug und FahrerEntfernung zum Betrieb, Erreichbarkeit, Wartezeit vor Ort
Standzeitder Behälter ist gebunden und kann nicht anderweitig eingesetzt werdenzügiger Abruf, realistisch geplanter Wechselturnus
VerwiegungWiegevorgang auf geeichter Waage und Ausstellung des WiegescheinsSorten vorab benennen, damit je Sorte getrennt verwogen werden kann
SortieraufwandTrennen vermischter Sorten auf dem Platz, von Hand oder maschinellGetrennthaltung im Betrieb statt Nachsortierung beim Entsorger
StörstoffeAussortieren und getrennte Entsorgung von allem, was kein Metall istklare Ansage am Container, wer was einwerfen darf
ZusatzleistungenUnterlegplatten, Wechselbehälter, Schneidarbeiten, Kranbeladungvorher klären, ob nötig – nicht erst beim Termin

Steht der Behälter auf öffentlichem Grund, kommt die Sondernutzung der Kommune hinzu. Die Gebühr dafür ist Ortsrecht und fällt von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich aus; Einzelheiten stehen auf der Seite Container auf öffentlichem Grund.

Die Gegenrechnung: Was das Material einbringt

Auf der Habenseite steht der Erlös, und er hängt an zwei Größen: an der Sorte und an der Menge. Die Sorte entscheidet über den Preis je Kilogramm, und die Spanne zwischen den Sorten ist groß. Stahl-Mischschrott liegt aktuell bei 0,13–0,18 €/kg, Kupfer schwer bei 9,62–10,73 €/kg. Zwischen diesen beiden Werten liegt die gesamte Logik des Geschäfts: Eisen füllt den Behälter, Buntmetall zahlt die Tour.

Die Menge wirkt doppelt. Sie erhöht nicht nur den Erlös, sondern verteilt auch die festen Tourkosten auf mehr Kilogramm. Deshalb kann ein voller Container kostenlos sein, während derselbe Behälter halb gefüllt eine Rechnung auslöst. Aktuelle Werte und ihre Herkunft finden Sie im Preismonitor, die Einzelheiten je Sorte auf den Seiten Stahlschrott, Edelstahl und Kupfer.

Rechenbeispiel mit frei gewählten Mengen

Das folgende Beispiel dient allein der Veranschaulichung des Mechanismus. Die Mengen sind von uns frei gewählt und beschreiben keinen realen Auftrag; die Preise sind Tagespreise aus dem Monitor und ändern sich laufend. Es ist kein Angebot und keine Zusage.

BeispielpostenAngenommene MengeRechnung
Stahl-Mischschrott, lose2.000 kg2.000 kg × 0,13–0,18 €/kg
Kupfer schwer, getrennt gesammelt120 kg120 kg × 9,62–10,73 €/kg

Rechnen Sie beide Zeilen mit den Tagespreisen durch, zeigt sich das Muster: Die 120 kg Kupfer bringen ein Mehrfaches der zwei Tonnen Stahl, obwohl sie einen Bruchteil des Volumens beanspruchen. Vermischt in einem Behälter würde die Ladung vielfach als Mischschrott bewertet – der Kupferwert wäre verschenkt. Das ist der stärkste Grund für getrennte Behälter, noch vor der Dokumentationspflicht. Wie viel in welchen Behälter passt und ab wann das Gewicht die Grenze setzt, rechnet das Werkzeug durch:

ContainerrechnerMaterial und Menge eingeben – der Rechner schätzt Gewicht und schlägt eine Behältergröße vor.

Das Werkzeug braucht JavaScript. Die Zahlen dahinter stehen auch im Text dieser Seite.

Was Sie tun können, damit die Rechnung aufgeht

Die meisten Hebel liegen bei Ihnen im Betrieb, nicht beim Anbietervergleich.

Welche Bauart und Größe zu Ihrem Material passt, steht auf der Seite Containergrößen für Schrott; wie der Auftrag praktisch abläuft, auf der Seite Vom Anruf bis zur Abholung. Was auf dem Beleg stehen muss, erklärt die Seite Wiegeschein, die Ablage die Seite GewAbfV-Dokumentation. Wie sich die Rechnung je nach Betriebsart verschiebt, zeigen die Seiten für Metallbau, Kfz-Werkstätten, Abbruch und Rückbau, Hausverwaltungen und Industrie.

Keine Elektroaltgeräte, kein Restmüll

Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten werden nicht mitgenommen – das untersagt das ElektroG. Kühlgeräte, Bildschirme und Haushaltsgeräte gehören zum kommunalen Wertstoffhof oder in die Rücknahme des Handels. Landen sie trotzdem im Schrottcontainer, wird die Ladung zum Gemisch: Sie verliert an Wert und muss sortiert werden. Beides zahlen am Ende Sie.

Warum wir keine Preisliste veröffentlichen

Eine Preisliste wäre bequem und wäre falsch. Die Kalkulation hängt an Faktoren, die wir nicht kennen: Entfernung, Auslastung des Fuhrparks, Abnehmerpreise, Sortenreinheit, Standzeit – dazu die Bewegung des Rohstoffmarkts. Was wir offenlegen, ist die Materialseite: Tagespreise je Sorte samt Berechnungsbasis im Preismonitor, die Herleitung unter Methodik und Quellen. Die Kostenseite nennt Ihnen der Betrieb, der fährt – verbindlich kann das nur er.

Container anfragen und Angebot vergleichen

Postleitzahl eingeben, Material und Menge beschreiben, Angebot eines geprüften Fachbetriebs aus Ihrer Region erhalten – mit Wiegeschein.

Container anfragen

Häufige Fragen zu den Kosten eines Schrottcontainers

Ist ein Schrottcontainer kostenlos?

Häufig ja, wenn das Material überwiegend sauberes Metall ist und die Menge stimmt. Dann trägt der Materialwert die Tour, und der Behälter wird kostenlos gestellt – bei hohem Buntmetallanteil auch mit Gutschrift. Kosten entstehen, wenn die Menge klein, die Entfernung groß oder das Material verunreinigt beziehungsweise mit Störstoffen vermischt ist. Verbindlich sagt es Ihnen der Fachbetrieb vorab.

Bekomme ich Geld für den Inhalt des Containers?

Bei ausreichender Menge und getrennt gesammelten Sorten ist eine Gutschrift üblich. Sie wird nach dem verwogenen Nettogewicht je Sorte berechnet und mit den Logistikkosten verrechnet; Grundlage ist der Wiegeschein. Bei kleinen oder stark vermischten Mengen bleibt oft nichts übrig.

Was kostet ein Tag Standzeit?

Dafür gibt es keinen allgemeinen Wert, und wir nennen bewusst keinen. Manche Betriebe rechnen eine freie Standzeit ein und berechnen erst danach, andere kalkulieren sie in die Pauschale. Klären Sie vor der Stellung, ab wann und wie gerechnet wird – das ist einer der häufigsten Streitpunkte.

Warum ist ein Schrottcontainer günstiger als ein Bauschuttcontainer?

Weil Metall ein handelbarer Rohstoff ist und Bauschutt eine Last. Beim Schrott steht dem Aufwand ein Erlös gegenüber, der ihn ganz oder teilweise deckt. Sobald der Metallanteil durch Störstoffe sinkt, nähert sich die Rechnung der eines gewöhnlichen Entsorgungscontainers an.

Wie prüfe ich ein Containerangebot?

Lassen Sie sich sagen, welche Posten enthalten sind – An- und Abfahrt, Standzeit, Verwiegung, mögliche Sortierkosten – und wie der Materialwert gegengerechnet wird: je Sorte, nach Nettogewicht, auf welcher Preisbasis. Prüfen Sie außerdem, ob ein Wiegeschein je Abholung zugesagt ist.

Lohnt sich ein kleiner Container für wenig Schrott?

Bei reinem Eisen selten – zwei Fahrten für wenige hundert Kilogramm tragen sich strukturell nicht. Bei Buntmetall oder Edelstahl reichen schon kleine Mengen. Sonst ist die Anlieferung auf dem Platz meist sinnvoller als eine Stellung.

Quellen: Größenordnung der Tourkosten und Gewichtsangaben aus eigener Marktrecherche schrottgeier.de, September 2026 – verbindlich sind die Angaben des jeweiligen Fachbetriebs; IHK Rheinhessen, Gewerbeabfallverordnung – Änderungen 2026; Preise: Preismonitor schrottgeier.de, Stand .