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Akku entsorgen: wohin mit Handy-, Werkzeug- und E-Bike-Akku

Akkus gehören weder in den Hausmüll noch in den Schrott. Wohin sie stattdessen gehören, hängt davon ab, woher sie kommen – und ob sie beschädigt sind.

6 Minuten Lesezeit Aktualisiert am Redaktion Schrottgeier

Die kurze Antwort: Kleine Akkus und Batterien gibst du kostenlos in der Sammelbox im Handel ab, E-Bike- und E-Scooter-Akkus im Fachhandel oder am Wertstoffhof, Autobatterien beim Händler. In den Hausmüll dürfen Akkus nicht, und in den Schrott auch nicht. Vorher klebst du die Pole ab. Ein beschädigter oder aufgeblähter Akku kommt nicht in die Sammelbox, sondern direkt zum Wertstoffhof. Steckt der Akku fest im Gerät, gibst du das Gerät als Ganzes ab – als Elektroaltgerät.

Akkus und Batterien: wohin mit welchem?Gerätebatterien, kleine AkkusHandy-, Werkzeug- und Haushaltsakkus:Sammelbox im Handel oder Wertstoffhof.Pole abkleben.E-Bike- und E-Scooter-AkkusZurück zum Fachhandel, der solche Akkusverkauft, oder zum Wertstoffhof.AutobatterieZum Händler oder Wertstoffhof, beimNeukauf ohne Rückgabe fallen 7,50 €Pfand an.Beschädigt oder aufgeblähtNicht in die Sammelbox. Pole abkleben,feuerfest lagern, direkt zumWertstoffhof.Akkus gehören nie in den Hausmüll, den Schrottcontainer oder die Metallabholung – beschädigteLithium-Akkus können Brände auslösen.
Gerätebatterien, E-Bike-Akkus, Autobatterien und beschädigte Akkus haben jeweils eigene Wege.
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Welcher Akku ist was? Die Kategorien

Das Batterierecht unterscheidet Batterien nicht nach Größe, sondern nach Einsatzzweck. Die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 teilt sie unter anderem so ein – und danach richtet sich, wo du sie zurückgeben kannst:

KategorieTypische BeispieleRückgabe
GerätebatterienAA- und AAA-Akkus, Knopfzellen, Wechselakkus von Akkuschrauber, Rasentrimmer oder Staubsauger, Handy- und Laptop-AkkusSammelbox im Handel, Wertstoffhof
Batterien für leichte Verkehrsmittel (LV-Batterien)Akkus von E-Bike, Pedelec, E-ScooterHandel, der solche Akkus verkauft, Wertstoffhof
StarterbatterienAutobatterie, Motorrad, AufsitzmäherHändler, Werkstatt, Wertstoffhof – mit Pfand
Industrie- und ElektrofahrzeugbatterienHeimspeicher der Solaranlage, Antriebsbatterie des E-Autosüber Hersteller, Installateur oder Autohaus

Die Grundregel steht im Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG), das seit Oktober 2025 das alte Batteriegesetz ersetzt: Batterien und Akkus dürfen nicht in den Hausmüll. Und wer Batterien verkauft, muss Altbatterien der Kategorie, die er im Sortiment hat, unentgeltlich zurücknehmen. Für dich heißt das: Wo es AA-Akkus gibt, steht meist auch die Sammelbox. Wo E-Bike-Akkus verkauft werden, kannst du den alten zurückbringen.

Die richtigen Rückgabewege im Einzelnen

Handy-, Laptop- und Werkzeugakkus

Lose Akkus und Wechselakkus – vom Mignon-Akku bis zum Akkupack für Bohrmaschine oder Heckenschere – gehören in die Batteriesammelbox, die du in Supermärkten, Drogerien, Baumärkten und Elektromärkten findest. Große Werkzeugakkus passen oft nicht durch den Einwurf; dann frag an der Kasse oder bring sie zum Wertstoffhof.

Bei Smartphones, Tablets, Laptops, kabellosen Kopfhörern und elektrischen Zahnbürsten ist der Akku heute meist fest verbaut. Dann bleibt er drin, und das ganze Gerät geht als Elektroaltgerät zum Wertstoffhof oder in die Rücknahme im Handel. Größere Elektrohändler nehmen Kleingeräte bis 25 cm Kantenlänge auch ohne Neukauf zurück, höchstens drei je Geräteart (§ 17 ElektroG). Den Akku selbst aufzuhebeln ist keine gute Idee: Schon ein Kratzer mit dem Schraubendreher kann eine Lithiumzelle kurzschließen. Lässt sich der Akku dagegen ohne Werkzeug entnehmen, muss er vor der Abgabe raus.

Powerbank

Eine Powerbank ist im Kern ein Lithium-Akku in einem Gehäuse und gehört in die Batterierücknahme. Kleine Modelle passen in die Sammelbox, größere gibst du an der Kasse oder am Wertstoffhof ab. Ist sie aufgebläht oder wird sie beim Laden heiß, gilt der Abschnitt über beschädigte Akkus weiter unten.

E-Bike- und E-Scooter-Akku

LV-Batterien sind schwer, haben viel Energie gespeichert und passen in keine Sammelbox. Bring sie zu einem Fahrrad- oder Fachhändler, der solche Akkus verkauft, oder zum Wertstoffhof. Ruf vorher kurz an, damit dort jemand weiß, was kommt. Und das Rad selbst? Ein E-Bike mit Motor ist auch ohne Akku ein Elektroaltgerät – ein Pedelec ohne eigene Typgenehmigung fällt unter das ElektroG. Wie du Rahmen, Motor und Akku trennst, steht im Ratgeber Fahrrad entsorgen.

Gartengeräte

Beim Akkumäher und Akkutrimmer kommt der Wechselakku getrennt in die Batterierücknahme, das Gerät ist ein Elektroaltgerät. Beim Mähroboter ist der Akku meist fest verbaut – Einzelheiten im Ratgeber Rasenmäher entsorgen.

Autobatterie

Starterbatterien haben einen eigenen Weg mit Pfand: Beim Kauf ohne Rückgabe einer alten zahlst du 7,50 € (§ 19 BattDG), die du bei der Rückgabe wiederbekommst. Alles dazu steht im Ratgeber Autobatterie entsorgen.

Lithium-Akkus: Brandgefahr ernst nehmen

Die meisten Akkus in Handy, Werkzeug, Powerbank und E-Bike sind Lithium-Ionen-Akkus. Sie speichern viel Energie auf wenig Raum. Solange sie heil sind, ist das kein Problem. Werden sie gequetscht, durchstochen, überhitzt oder kurzgeschlossen, können sie sich entzünden – und solche Brände sind schwer zu löschen, weil die Zelle die Hitze selbst weiter antreibt.

  1. Pole abkleben. Bei Lithium-Akkus und Knopfzellen die Kontakte mit Klebeband abdecken, bevor sie in eine Tüte oder Sammelbox kommen. So kann kein anderer Akku und kein Metallteil einen Kurzschluss auslösen.
  2. Nicht horten. Eine Schublade voller alter Akkus wird mit der Zeit nicht sicherer. Sammle sie in einem Behälter, der nicht brennt, und bring sie regelmäßig weg.
  3. Kühl und trocken lagern. Nicht in der prallen Sonne, nicht auf der Heizung, nicht im feuchten Keller.
  4. Beim Transport sichern. Größere Akkus so verstauen, dass sie nicht herumrutschen und nichts auf sie drückt.

Beschädigt, aufgebläht oder heiß? Nicht in die Sammelbox

Ein Akku mit aufgeblähtem Gehäuse, Rissen, Brandspuren, auslaufender Flüssigkeit oder ungewöhnlicher Wärme gehört nicht in die Sammelbox im Supermarkt und nicht ins Handschuhfach. Pole abkleben, den Akku auf eine nicht brennbare Unterlage stellen, weg von Brennbarem und nicht in der Wohnung aufbewahren. Dann direkt zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffannahme deiner Kommune bringen und dort sagen, dass er beschädigt ist. Wird er sehr heiß, raucht oder zischt, ruf die Feuerwehr.

Warum Akkus nie in den Schrott oder zur Metallabholung dürfen

Akkus enthalten Metall, und manche davon sind wertvoll. Trotzdem sind sie kein Schrott. Der Grund ist die Verarbeitung: Schrott wird gepresst, geschreddert und über Förderbänder sortiert. Gerät dabei ein Lithium-Akku zwischen die Stahlteile, wird er zerdrückt oder aufgerissen – und kann ein Feuer auslösen, mitten in einem Container, einer Presse oder einer Sortieranlage. Brände durch falsch entsorgte Akkus sind für Entsorgungs- und Recyclingbetriebe ein bekanntes und ernstes Problem.

Deshalb nehmen die Fachbetriebe im Schrottgeier-Netz bei der Abholung weder Akkus noch Akkugeräte mit. Schrottgeier hat keinen eigenen Fuhrpark und vermittelt nur Metallschrott an geprüfte Fachbetriebe – und die halten sich an diese Grenze. Was bei einer Abholung mitgeht und was nicht, steht unter Was wird abgeholt? Die Abgrenzung zwischen Schrott und Elektrogerät erklärt der Ratgeber Elektroschrott: Was gehört dazu?

Die Regeln kurz gefasst

Batterien und Akkus dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Wer Batterien vertreibt, muss Altbatterien der Kategorie, die er verkauft, unentgeltlich zurücknehmen (BattDG). Vor der Abgabe eines Elektrogeräts sind Batterien und Akkus, die sich entnehmen lassen, herauszunehmen (ElektroG). Das Einsammeln von Elektroaltgeräten aus Privathaushalten durch nicht berechtigte Sammler ist ordnungswidrig, der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 €. Für Starterbatterien gilt beim Kauf ohne Rückgabe ein Pfand von 7,50 € (§ 19 BattDG). Welche Akkus dein Wertstoffhof annimmt, regelt die örtliche Abfallsatzung. Stand der Darstellung: September 2026.

Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen zur Akku-Entsorgung

Wo kann ich alte Akkus kostenlos abgeben?

In der Batteriesammelbox im Handel – Supermarkt, Drogerie, Baumarkt, Elektromarkt – und am kommunalen Wertstoffhof. Händler müssen Altbatterien der Kategorie, die sie verkaufen, unentgeltlich zurücknehmen.

Muss ich die Pole abkleben?

Bei Lithium-Akkus und Knopfzellen ja, das verhindert Kurzschlüsse in der Sammelbox. Ein Streifen Klebeband über den Kontakten reicht.

Wohin mit einem aufgeblähten Akku?

Nicht in die Sammelbox. Pole abkleben, auf eine nicht brennbare Unterlage stellen, nicht in der Wohnung lagern und direkt zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffannahme bringen. Dort sagen, dass er beschädigt ist.

Was mache ich mit einem Handy, dessen Akku fest verbaut ist?

Das Handy als Ganzes als Elektroaltgerät abgeben – im Handel oder am Wertstoffhof. Den Akku nicht selbst ausbauen. Vorher Daten sichern und das Gerät zurücksetzen.

Nimmt der Schrotthändler Akkus an, weil Metall drin ist?

Ein seriöser Schrotthändler nicht. Akkus können in Presse und Sortieranlage Brände auslösen und gehören in die Batterierücknahme. Auch die Fachbetriebe, an die Schrottgeier vermittelt, nehmen sie nicht mit.

Wohin mit dem E-Bike-Akku?

Zum Fahrrad- oder Fachhandel, der solche Akkus verkauft, oder zum Wertstoffhof. Vorher anrufen, Kontakte abkleben und den Akku sicher verstaut transportieren.

Quellen: Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG) – Verbot der Entsorgung über den Hausmüll, Rücknahmepflicht der Vertreiber, § 19 Pfand auf Starterbatterien; EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 – Batteriekategorien; Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) – § 17 Rücknahmepflichten des Handels, Entnahme von Batterien und Akkus vor der Abgabe, Einsammelverbot; kommunale Abfallsatzungen (Annahme am Wertstoffhof je Kommune unterschiedlich geregelt); eigene Recherche schrottgeier.de, September 2026.

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