Ratgeber
Rasenmäher entsorgen: Benzin, Elektro, Akku, Mähroboter
Ob dein alter Rasenmäher Schrott ist oder ein Elektroaltgerät, entscheidet der Antrieb. Danach richtet sich, wer ihn annehmen darf.
Die kurze Antwort: Einen Benzinrasenmäher entsorgst du als Metallschrott – nachdem Benzin und Motoröl raus sind. Elektro- und Akkumäher sowie Mähroboter sind Elektroaltgeräte und gehören zum kommunalen Wertstoffhof oder in die Rücknahme im Handel, der Akku getrennt in die Batterierücknahme. Ein Mäher, der noch läuft, ist dagegen gar kein Abfall: Verkaufen oder verschenken bringt fast immer mehr als jede Entsorgung.
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Welcher Mäher ist was? Der Antrieb entscheidet
Für die Entsorgung zählt nur eine Frage: Womit wurde das Messer angetrieben?
| Bauart | Einordnung | Richtiger Weg |
|---|---|---|
| Benzinmäher | Metallschrott, sobald Benzin und Öl abgelassen sind | Schrotthändler, Abholung durch einen Fachbetrieb oder Wertstoffhof |
| Elektromäher mit Kabel | Elektroaltgerät | Wertstoffhof oder Rücknahme im Handel |
| Akkumäher | Elektroaltgerät plus Akku | Akku raus und in die Batterierücknahme, Gerät zum Wertstoffhof oder in den Handel |
| Mähroboter | Elektroaltgerät mit eingebautem Akku | Wertstoffhof oder Rücknahme im Handel, Ladestation und Netzteil ebenfalls |
| Aufsitzmäher, Rasentraktor | Metallschrott nach Ablassen der Betriebsstoffe, Starterbatterie getrennt | Schrotthändler oder Abholung, Batterie zum Händler oder Wertstoffhof |
Die Faustregel dahinter gilt für alle Gartengeräte: Sobald Strom, Akku oder Batterie im Spiel sind, ist es kein Schrott mehr, sondern ein Elektroaltgerät – auch wenn das Gehäuse aus Stahlblech ist. Was sonst noch darunterfällt, steht im Ratgeber Elektroschrott: Was gehört dazu? Ein Sonderfall sind Benzinmäher mit Elektrostart: Die kleine Starterbatterie muss vor der Abgabe raus, der Mäher selbst bleibt ein Verbrennergerät.
Benzinmäher: so wird er zu Metallschrott
Mit vollem Tank und Öl im Motor nimmt kein seriöser Schrotthändler einen Benzinmäher an. So bereitest du ihn vor:
- Tank leer fahren. Am einfachsten lässt du den Motor laufen, bis er von selbst ausgeht. Restbenzin, das du nicht verbrauchen kannst, füllst du in einen zugelassenen Kanister – zum Weiterverwenden oder für die Schadstoffsammlung deiner Kommune.
- Zündkerzenstecker abziehen. Damit springt der Motor beim Hantieren am Messer nicht versehentlich an.
- Motoröl ablassen. Je nach Modell über die Ablassschraube oder, indem du den Mäher nach Anleitung zur Seite neigst und das Öl über den Einfüllstutzen in eine Auffangwanne laufen lässt.
- Altöl richtig abgeben. Gebrauchtes Motoröl gehört in eine Altöl-Annahmestelle. Der Handel, der Motoröl verkauft, nimmt Altöl in der Regel bis zur Menge des gekauften Öls zurück – Kassenbon aufheben. Sonst hilft die Schadstoffsammlung deiner Kommune.
- Fangkorb und Kunststoffteile abnehmen. Fangkorb, Griffschalen, Abdeckungen und Kunststoffräder sind kein Metall.
Nie ins Erdreich, nie in den Gully
Benzin und Altöl einfach auf den Rasen, ins Beet oder in den Abfluss laufen zu lassen, ist verboten und schadet Boden und Grundwasser erheblich. Ölverschmierte Lappen und die Auffangwanne mit Resten gehören ebenfalls zur Schadstoffsammlung, nicht in den Restmüll.
Messer und Gehäuse
Das Messer ist gehärteter Stahl und sehr scharf. Du kannst es dranlassen oder abschrauben – wenn es ab ist, wickle die Schneiden in Pappe oder altes Tuch, damit sich beim Tragen und Verladen niemand schneidet. Beim Gehäuse lohnt ein Blick: Viele ältere Mäher haben ein Mähdeck aus Stahlblech, neuere oft eines aus Kunststoff. Ist das Deck aus Kunststoff, bleibt als Metall im Wesentlichen der Motor mit Rahmen und Messer. Ob der Händler den Mäher dann als Ganzes nimmt, klärst du vorher.
Was er bringt – ehrlich gerechnet
Ein Benzinmäher ist überwiegend Stahl mit Aluminiumanteil im Motorblock und läuft beim Händler als Stahl- und Mischschrott, derzeit 0,13–0,18 €/kg, Stand . Bei einem einzelnen Mäher kommt wenig zusammen – nimm ihn bei der nächsten Fahrt zum Schrotthändler oder Wertstoffhof mit. Kommt mit Gartenumbau oder Garagenräumung mehr Metall zusammen, kann sich eine Schrottabholung lohnen. Schrottgeier hat keinen eigenen Fuhrpark, sondern gibt deine Anfrage an einen geprüften Fachbetrieb in deiner Region weiter. Ob die Abholung kostenlos ist, sagt er dir vorher. Welche anderen Gegenstände aus Metall welchen Weg nehmen, zeigt die Übersicht Metall entsorgen.
Elektro-, Akkumäher und Mähroboter: Elektroaltgerät
Ob am Kabel oder mit Akku: Für Mäher mit Elektromotor gelten die Wege des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG):
- Kommunaler Wertstoffhof: Die Abgabe von Elektroaltgeräten aus Privathaushalten ist dort kostenlos. Das ist der Weg, der immer funktioniert.
- Rücknahme im Handel beim Neukauf: Elektrohändler mit mindestens 400 m² Verkaufsfläche für Elektrogeräte – bei Onlinehändlern zählen Lager- und Versandfläche – nehmen ein Altgerät zurück, wenn du ein gleichartiges neues kaufst.
- Ohne Neukauf nimmt der Handel nur Geräte bis 25 cm Kantenlänge zurück. Ein Rasenmäher ist größer, dafür brauchst du also den Wertstoffhof oder den Neukauf.
Vor der Abgabe muss der Akku raus, wenn er sich entnehmen lässt. Das schreibt das ElektroG vor. Den Wechselakku gibst du getrennt zurück: im Handel, der solche Akkus verkauft, oder am Wertstoffhof. Kontakte vorher mit Klebeband abkleben. Wie das bei beschädigten oder aufgeblähten Akkus läuft, steht im Ratgeber Akku entsorgen.
Beim Mähroboter sitzt der Akku meist im Gehäuse. Lässt er sich laut Bedienungsanleitung herausnehmen, machst du das. Ist er fest verbaut, gibst du den Roboter als Ganzes ab und sagst am Wertstoffhof, dass ein Lithium-Akku drinsteckt. Ladestation, Netzteil und Begrenzungsdraht gehören mit dazu.
Kein Schrottsammler darf deinen Elektromäher mitnehmen
Das Einsammeln von Elektroaltgeräten aus Privathaushalten ist nach dem ElektroG nur bestimmten Stellen erlaubt – Kommunen, rücknahmepflichtigem Handel und Herstellern. Mobile Sammler gehören nicht dazu, der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 €. Die Fachbetriebe, an die Schrottgeier vermittelt, lassen Elektro-, Akkumäher und Mähroboter deshalb stehen und nehmen nur den Metallschrott mit. Das ist das Erkennungszeichen eines seriösen Betriebs.
Aufsitzmäher, Rasentraktor – und noch funktionsfähige Mäher
Ein Aufsitzmäher oder Rasentraktor bringt deutlich mehr Stahl auf die Waage als ein Schiebemäher. Vorbereitet wird er wie ein Benzinmäher, nur gründlicher:
- Starterbatterie ausbauen. Sie ist meist eine kleine Bleibatterie und gehört zum Händler, der Starterbatterien verkauft, oder zum Wertstoffhof – nicht in den Schrott. Einzelheiten zu Rückgabe und Pfand stehen im Ratgeber Autobatterie entsorgen.
- Betriebsstoffe ablassen. Benzin, Motoröl und, falls vorhanden, Hydrauliköl eines hydrostatischen Getriebes kommen raus und gehen zur Altöl-Annahme oder Schadstoffsammlung.
- Reifen, Sitz und Kunststoffverkleidung möglichst abnehmen. Reifen sind kein Metallschrott.
- Transport klären. Ein Rasentraktor passt in keinen Kofferraum. Hier ist die Abholung durch einen Fachbetrieb oft der einfachste Weg – vorher sagen, dass Batterie und Betriebsstoffe schon raus sind.
Und bevor irgendetwas davon passiert: Läuft der Mäher noch, gib ihn weiter. Über Kleinanzeigen, Nachbarschaftsgruppen oder Verschenkbörsen finden auch ältere Geräte Abnehmer, oft Leute, die gern selbst schrauben. Auch ein Mäher mit defektem Motor ist für Bastler oft noch ein Ersatzteilspender. Erst was niemand mehr haben will, ist ein Fall für den Schrott oder den Wertstoffhof.
Die Regeln kurz gefasst
Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten dürfen nur von bestimmten Stellen angenommen werden – insbesondere von kommunalen Sammelstellen, rücknahmepflichtigen Händlern und Herstellern; das Einsammeln durch andere ist ordnungswidrig, der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 €. Entnehmbare Batterien und Akkus sind vor der Abgabe herauszunehmen. Händler mit mindestens 400 m² Verkaufsfläche für Elektrogeräte nehmen größere Altgeräte beim Kauf eines gleichartigen Neugeräts zurück (§ 17 ElektroG). Batterien und Akkus dürfen nicht in den Hausmüll (BattDG). Benzin und Altöl gehören zur Schadstoff- beziehungsweise Altölannahme. Was dein Wertstoffhof im Einzelnen annimmt, regelt die örtliche Abfallsatzung. Stand der Darstellung: September 2026.
Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen zur Rasenmäher-Entsorgung
Kann ich einen Rasenmäher beim Schrotthändler abgeben?
Einen Benzinmäher ja, wenn Benzin und Motoröl abgelassen sind und der Fangkorb ab ist. Elektro- und Akkumäher sowie Mähroboter nicht – sie sind Elektroaltgeräte und gehören zum Wertstoffhof oder in die Rücknahme im Handel.
Was kostet es, einen Rasenmäher zu entsorgen?
Am kommunalen Wertstoffhof ist die Abgabe von Elektroaltgeräten aus Privathaushalten kostenlos; wie Metallschrott angenommen wird, legt jede Kommune selbst fest. Beim Schrotthändler zahlst du für einen vorbereiteten Benzinmäher nichts, sondern bekommst den Kilopreis für Mischschrott.
Wohin mit dem Altöl aus dem Rasenmäher?
Zur Altöl-Annahmestelle, meist dort, wo Motoröl verkauft wird – Kassenbon aufheben –, oder zur Schadstoffsammlung deiner Kommune. Niemals in den Abfluss, auf den Boden oder in den Restmüll.
Muss der Akku vom Akkumäher vorher raus?
Ja, wenn er sich entnehmen lässt. Den Akku gibst du getrennt im Handel oder am Wertstoffhof zurück, die Kontakte klebst du vorher ab. Ist er fest verbaut, wie bei vielen Mährobotern, gibst du das Gerät als Ganzes am Wertstoffhof ab.
Nimmt die Schrottabholung meinen Mähroboter mit?
Nein. Ein Mähroboter ist ein Elektroaltgerät mit Lithium-Akku, und das Einsammeln von Elektroaltgeräten aus Privathaushalten ist Schrottsammlern untersagt. Der Weg führt zum Wertstoffhof oder in die Rücknahme im Handel.
Quellen: Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), § 17 Rücknahmepflichten des Handels, Einsammelverbot für Altgeräte aus Privathaushalten, Pflicht zur Entnahme von Batterien und Akkus; Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG); Altölverordnung (Rücknahme von Altöl beim Verkauf von Motoröl); kommunale Abfallsatzungen (Annahme am Wertstoffhof je Kommune unterschiedlich geregelt); eigene Recherche schrottgeier.de, September 2026. Preise: Preismonitor schrottgeier.de, Stand .
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