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Schrottpreise

Alte Heizkörper: Schrottwert und Entsorgung

Ein alter Heizkörper ist schwer, und Gewicht ist beim Schrott die halbe Miete. Entscheidend ist, aus welchem Material er besteht.

Alte Heizkörper sind Schrott und werden fast immer als Stahl- oder Gussschrott abgerechnet – aktuell 0,13–0,18 €/kg, Stand . Alu-Heizkörper sind die Ausnahme: Sie laufen über den deutlich höheren Aluminiumpreis. Der Wert eines einzelnen Heizkörpers ergibt sich also aus Gewicht mal Sortenpreis, und beim Gewicht liegen zwischen einem Alu-Gliederheizkörper und einem alten Gussradiator gut und gerne 60 kg. Kostenlos entsorgen lassen sich alle drei Bauarten – zum Wertstoffhof, zum Schrottplatz oder über eine Abholung, wenn genug zusammenkommt.

Welche Bauart hast du?

Vier Bauarten decken praktisch jeden Altbestand ab. Der Unterschied ist von außen erkennbar, im Zweifel helfen Magnet und Gewicht.

Der Magnettest ist die schnellste Trennung: Bleibt der Magnet haften, ist es Stahl oder Guss. Fällt er ab, hast du Aluminium vor dir – und damit deutlich mehr Wert pro Kilo, obwohl das Teil leichter ist.

Heizkörper: Bauart bestimmt Gewicht und SorteGussradiatorGuss, sehr schwerMischschrott / GussStahl-PlattenheizkörperBlech, mittelschwerMischschrottAlu-Heizkörperleicht, hellAluminiumThermostatventile und Anschlussstücke sind oft Messing – vor der Abgabe abschrauben,sie werden einzeln deutlich höher bewertet.
Die Bauart entscheidet über Gewicht und Sorte.
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Was wiegt ein alter Heizkörper?

Gewicht ist beim Schrott die Rechengröße, und es unterscheidet sich je Bauart um ein Vielfaches. Die folgenden Angaben sind gerundete Erfahrungswerte; je Hersteller, Baujahr und Bautiefe weichen sie ab. Wieg im Zweifel mit einer Personenwaage: draufstellen, Differenz ablesen.

BauartGrößeGewicht (Erfahrungswert)
Gussradiatorje Glied, Bauhöhe ca. 500–600 mmca. 5–9 kg
Gussradiator10 Glieder, komplettca. 50–90 kg
Stahl-Plattenheizkörper Typ 11600 × 1.000 mmca. 18–28 kg
Stahl-Plattenheizkörper Typ 22600 × 1.000 mmca. 32–45 kg
Stahl-Plattenheizkörper Typ 33600 × 1.000 mmca. 45–60 kg
Röhrenradiator Stahlje Gliedca. 2–4 kg
Badheizkörper / Handtuchtrockner500 × 1.200 mmca. 8–15 kg
Alu-Gliederheizkörperje Gliedca. 1–2 kg

Praktisch heißt das: Eine komplette Wohnungsausstattung aus Plattenheizkörpern kommt schnell auf ein paar hundert Kilo, ein einzelner Badheizkörper dagegen auf wenige Kilo. Bei Eisen und Stahl entsteht der Erlös über die Menge, nicht über den Kilopreis – kleine Mengen tragen die Fahrt oft nicht.

Welche Sorte setzt der Händler an?

Am Platz landet dein Heizkörper in einer dieser Schubladen:

Materialübliche EinstufungSeite mit Preis
Stahl-Plattenheizkörper, RöhrenradiatorStahl-Mischschrott, teils NeuschrottStahlschrott
GussradiatorGuss- oder schwerer MischschrottStahlschrott
Alu-HeizkörperAluminium, meist als Guss oder MischaluAluminium
Thermostatventile, VerschraubungenMessing schwer, teils RotgussMessing
Ankaufsspannen am Platz · LME-Schluss 16.09.2026 · EUR/USD 1,1537
SorteAnkauf €/kg€/tBerechnungsbasisTakt
Messing schwerArmaturen, Fittings5,43–6,315.434–6.31060 % Kupfer + 40 % Zink · Faktor 62–72 %täglich
Aluminium Blechegemischt, lackiert zulässig1,26–1,491.262–1.492LME Aluminium Kassa · Faktor 44–52 %täglich
Stahl-MischschrottSorte 3 / E3, haufwerksfaehig0,13–0,18130–180Destatis-Index GP09-383222000monatlich

Ob der Platz Guss getrennt annimmt, ist regional verschieden. Frag danach, bevor du alles auf einen Haufen wirfst – Gießereischrott wird an manchen Plätzen besser bezahlt als gemischtes Eisen. Die Lackschicht stört dabei nicht, alter Anstrich ist bei Heizkörpern normal und führt in der Regel zu keinem Abzug.

Vor der Abgabe: Wasser raus, Messing ab

  1. Heizkörper leeren Alte Heizkörper stehen voll Wasser, und das ist dunkel, riecht und wiegt bei einem großen Plattenheizkörper einige Kilo. Am Schrottplatz wird tropfendes, schlammiges Material ungern angenommen. Über der Wanne oder draußen ablaufen lassen, beide Anschlüsse öffnen und kippen.
  2. Thermostatventil und Verschraubungen abschrauben Ventilkörper, Rücklaufverschraubung und Stopfen bestehen meist aus Messing oder Rotguss. Das ist das Wertvollste am ganzen Heizkörper, verschwindet aber im Eisenpreis, wenn es drangelassen wird. Der Thermostatkopf aus Kunststoff kommt in den Restmüll, elektronische Thermostatköpfe sind Elektroaltgeräte.
  3. Halterungen entfernen Wandkonsolen sind Stahl und können mit, Dübel und Kunststoffteile nicht.
  4. Getrennt sammeln Ein Eimer für Messingteile, der Rest zum Eisen. Getrennt abgegeben zahlt sich das im Wiegeschein aus.
  5. Wiegeschein verlangen Gewicht, Sorte, Preis und Datum schriftlich. Nimm deinen Ausweis mit, viele Plätze erfassen Ankäufe mit Personalien.

Transport und Abholung

Gussradiatoren sind das Paradebeispiel für unterschätzte Lasten: Ein 10-gliedriges Stück liegt nach Erfahrungswerten zwischen rund 50 und 90 kg, lässt sich schlecht greifen und hat scharfe Kanten. Zu zweit tragen, Sackkarre benutzen, Treppenhaus und Kofferraum abdecken. Plattenheizkörper transportierst du flach liegend, sonst verbiegen die Anschlüsse und es tropft nach.

Lohnt sich die Fahrt nicht oder passt nichts ins Auto, kannst du eine Schrottabholung anfragen. Schrottgeier hat keinen eigenen Fuhrpark: Ein geprüfter Fachbetrieb aus deiner Region holt ab und sagt dir vorher, ob das für ihn kostenlos möglich ist. Bei einer Heizungssanierung mit vielen Heizkörpern, Rohren und Kesselteilen kommt schnell genug zusammen, damit sich die Tour trägt – vor allem, wenn Kupferrohre und Messing dabei sind. Für Sanierungsbetriebe und Hausverwaltungen mit laufendem Anfall ist ein Schrottcontainer mit Wiegeschein der passendere Weg.

Alternative: kostenlos entsorgen

Wenn dir der Erlös egal ist, nimmt jeder kommunale Wertstoffhof Heizkörper als Metallschrott an – in der Regel kostenlos in haushaltsüblichen Mengen. Das ist bei einem einzelnen Badheizkörper meist der schnellste Weg.

Heizkörper entsorgen statt verkaufen

Wenn dir der Erlös gleichgültig ist und der Heizkörper einfach weg soll, gibt es drei Wege – und die Bauart entscheidet mit, welcher der bequemste ist.

Vor jedem dieser Wege steht dieselbe Vorbereitung: Restwasser ablaufen lassen – ein großer Plattenheizkörper hält einige Liter, und das Wasser ist dunkel und riecht. Thermostatventil und Verschraubungen abschrauben, Kunststoffkopf und Dichtungen abnehmen, elektronische Thermostatköpfe als Elektroaltgerät getrennt abgeben.

Beim Transport ist Guss der kritische Fall: Ein Gussradiator lässt sich kaum greifen, hat scharfe Kanten und kippt beim Tragen. Plattenheizkörper legst du flach, sonst verbiegen die Anschlüsse und es tropft nach. Sobald mehr als zwei, drei Stück anfallen oder die Heizung komplett getauscht wird, ist die Fahrt zum Platz meist der schlechtere Deal: mehrere Touren, Ladungssicherung, Rückenarbeit. Dann ist die Abholung durch einen Fachbetrieb der ruhigere Weg – vor allem, weil bei einer Sanierung ohnehin Rohre, Kesselteile und Buntmetall dazukommen und die Tour damit für den Betrieb interessant wird.

Häufige Fragen zu Heizkörpern als Schrott

Sind alte Heizkörper überhaupt Schrott?

Ja. Stahl, Guss und Aluminium sind alle gut recycelbar und werden am Schrottplatz angekauft. Nur der Kunststoff-Thermostatkopf und die Dichtungen gehören nicht dazu.

Was bringt ein Gussheizkörper?

Er läuft über den Guss- beziehungsweise Mischschrottpreis von derzeit 0,13–0,18 €/kg. Weil ein 10-gliedriges Stück nach Erfahrungswerten rund 50 bis 90 kg wiegt, bringt gerade Guss trotz niedrigem Kilopreis mehr als jeder leichte Stahlheizkörper.

Muss das Wasser raus?

Ja. Es gehört nicht zum Schrott, wiegt aber mit, ist schmutzig und wird an vielen Plätzen als Grund für einen Abzug oder eine Ablehnung genommen. Ablaufen lassen reicht, ausspülen ist nicht nötig.

Lohnt es sich, das Thermostatventil abzuschrauben?

Meistens ja. Ventilkörper und Verschraubungen sind Messing und werden nach dem Messingpreis bezahlt, der um ein Vielfaches über dem Eisenpreis liegt. Bei einer ganzen Wohnung kommt da einiges zusammen.

Muss der alte Lack ab?

Nein. Angestrichene Heizkörper sind der Normalfall und werden ohne Abzug angenommen. Abbeizen wäre Aufwand ohne Gegenwert und beim Abschleifen alter Anstriche zusätzlich riskant.

Wohin mit dem alten Heizkörper?

Drei Wege stehen offen: der kommunale Wertstoffhof nimmt ihn als Metallschrott an, in haushaltsüblichen Mengen meist kostenlos, zahlt aber nichts. Der Schrottplatz zahlt nach Gewicht und Sorte. Und ab mehreren Heizkörpern oder bei einer kompletten Heizungssanierung kannst du eine Abholung anfragen – ein geprüfter Fachbetrieb aus deiner Region holt ab. In allen drei Fällen gilt: vorher Wasser ablaufen lassen und das Thermostatventil abschrauben.

Nimmt der Fachbetrieb einen einzelnen Heizkörper ab?

Selten kostenlos. Eine Fahrt kostet den Betrieb Zeit und Sprit, ein einzelner Heizkörper trägt das nicht. Sammle, bis mehrere Heizkörper oder zusätzlich Rohre und Buntmetall zusammenkommen – oder bring das Einzelstück selbst zum Wertstoffhof.

Quellen: Preise aus dem Schrottgeier-Preismonitor, Rechenweg in der Methodik; Basis für Stahl und Guss ist der Erzeugerpreisindex des Statistischen Bundesamts. Gewichtsangaben: gerundete Erfahrungswerte, je Hersteller, Baujahr und Bautiefe unterschiedlich – keine Herstellerdaten.