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Ratgeber

Dichte von Blei

Blei ist das schwerste Metall, das dir auf dem Schrottplatz regelmäßig begegnet. Genau das macht es leicht zu erkennen – und beim Rechnen lohnt ein genauer Blick auf Zinn und Zink.

5 Minuten Lesezeit Aktualisiert am Redaktion Schrottgeier

Die Dichte von Blei beträgt 11,34 g/cm³ bei 20 °C. Ein Liter massives Blei wiegt damit 11,34 kg – rund 1,45-mal so viel wie ein Liter Stahl (7,85 kg) und gut viermal so viel wie Aluminium (2,70 kg). Unter den Metallen, die im Haushalt und auf dem Bau als Schrott anfallen, ist Blei das schwerste. Genau deshalb erkennst du es oft schon, wenn du ein Stück hochhebst.

Dichte von Blei im VergleichDrei maßstäbliche Würfel mit je einem Kilogramm: Aluminium 7,2 cm, Stahl 5,0 cm und Blei 4,5 cm Kantenlänge. Darunter das Gewicht eines Liters: Aluminium 2,70 kg, Zink 7,14, Zinn 7,27, Stahl 7,85, Kupfer 8,93 und Blei 11,34 kg.DICHTE VON BLEIEin Kilo Blei ist kleiner, als du denkstJE 1 KG ALS WÜRFEL, MASSSTÄBLICHAluminium7,2 cm Kante2,70 g/cm³Stahl5,0 cm Kante7,85 g/cm³Blei4,5 cm Kante11,34 g/cm³SO VIEL WIEGT EIN LITER (10 × 10 × 10 CM)Aluminium2,70 kgZink7,14 kgZinn7,27 kgStahl7,85 kgKupfer8,93 kgBlei11,34 kgFaustregel für die Hand: Blei wiegt knapp anderthalbmal so viel wie StahlEin gleich großes Stück Blei ist rund 1,45-mal so schwer wie Stahl und gut viermal so schwer wie Aluminium.Fühlt sich ein graues, weiches Teil überraschend schwer an, ist es sehr wahrscheinlich Blei.Dichten bei 20 °C, Rechenwerte des Gewichtsrechners. Kantenlänge = dritte Wurzel aus 1.000 cm³ ÷ Dichte. Würfel und Balkenmaßstäblich.
Ein Kilo Blei passt in einen Würfel von 4,5 cm Kante – Stahl braucht 5 cm, Aluminium 7,2 cm.
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11,34 g/cm³Dichte von Blei bei 20 °C
4,5 cmKante eines 1-kg-Würfels aus Blei
7,27 g/cm³Zinn – deutlich leichter
7,14 g/cm³Zink – deutlich leichter

Warum ist Blei so schwer?

Die Dichte eines Metalls hängt vor allem davon ab, wie schwer seine Atome sind und wie dicht sie gepackt sind. Blei hat eine Atommasse von rund 207 – mehr als dreimal so viel wie Kupfer mit rund 64. Darum kommt Blei trotz seiner Weichheit auf 11,34 g/cm³. Ganz oben steht es trotzdem nicht: Gold bringt es auf 19,3 g/cm³. Unter den Gebrauchsmetallen aber ist Blei der Schwergewichtler. Das nutzt man seit jeher für Gewichte, Senkbleie und Abschirmungen.

Wie Blei neben Stahl, Aluminium, Kupfer und anderen Metallen dasteht, zeigt die Übersicht Dichte von Metallen. Einzelne Ratgeber gibt es für Stahl, Aluminium und Kupfer, Messing und Bronze.

Blei am Gewicht erkennen

Die Handprobe ist erstaunlich zuverlässig: Ein Kilo Blei passt in einen Würfel mit 4,5 cm Kantenlänge, ein Kilo Stahl braucht 5 cm, ein Kilo Aluminium 7,2 cm. Fühlt sich ein graues Teil überraschend schwer an, ist Blei der erste Verdacht. Sicher wirst du mit zwei weiteren Proben:

  1. Magnet Blei ist nicht magnetisch. Haftet der Magnet, steckt Stahl im Teil – mehr dazu in Ist Blei magnetisch?.
  2. Ritzprobe Mit einer Mohshärte von 1,5 lässt sich Blei mit dem Fingernagel ritzen. Stahl, Zink und die meisten anderen grauen Metalle nicht.
  3. Dichte messen Wiege das Stück in Gramm und lege es in einen Messbecher mit Wasser. Der Anstieg in Millilitern ist sein Volumen. Gewicht geteilt durch Volumen ergibt die Dichte: Ein Stück mit 500 g, das 44 ml verdrängt, kommt auf rund 11,4 g/cm³ – das ist Blei.

Die Dichtemessung funktioniert nur mit massiven Stücken ohne Hohlräume und ohne Stahleinlagen. Wuchtgewichte mit Stahlclip oder Bleirohr mit Schellen verfälschen das Ergebnis, deshalb vorher alles abnehmen, was am Magneten zieht.

Zinn und Zink: die leichteren grauen Nachbarn

Verwechselt wird Blei vor allem mit Zinn und Zink. Beide sind ebenfalls grau bis silbrig und nicht magnetisch, aber deutlich leichter:

  • Zinn: 7,27 g/cm³. Steckt in Lötzinn und Zinngeschirr. Heller als Blei, bleibt lange silbrig, weich und biegsam. Mehr in Zinn Schrottpreis.
  • Zink: 7,14 g/cm³. Dachrinnen, Fallrohre und Kehlbleche aus Titanzink, dazu Zinkdruckguss in Beschlägen. Härter als Blei, der Fingernagel hinterlässt kaum Spuren.

Ein Stück Blei ist also gut 50 % schwerer als ein gleich großes Stück Zinn oder Zink. Das spürst du deutlich. Wie du die drei auch an Farbe und Oberfläche unterscheidest, steht auf der Seite Zink, Blei und Zinn.

Gewicht von Blei berechnen

Für Bleche, Rohre und Stangen gilt: Querschnitt mal Länge mal Dichte. Ein Beispiel aus der Dachsanierung: Walzblei mit 2 mm Stärke wiegt je Quadratmeter 2 mm × 11,34 = 22,7 kg. Ein Streifen von 3 m Länge und 30 cm Breite bringt damit gut 20 kg auf die Waage. Mit dem Rechner gibst du einfach Form und Maße ein:

Gewichtsrechner MetallForm, Maße und Metall wählen – der Rechner ermittelt das Gewicht und den Schrottwert zum heutigen Preis.

Das Werkzeug braucht JavaScript. Die Zahlen dahinter stehen auch im Text dieser Seite.

Der Rechner zeigt für Blei keinen Schrottwert je Kilo, weil wir für Altblei keine kalibrierte Ankaufsspanne haben. Weitere Formen und Metalle findest du im Gewichtsrechner Metall.

Was ist Blei wert?

Blei wird an der Londoner Metallbörse gehandelt. Umgerechnet liegt der Börsenwert derzeit bei 1,63 €/kg, Stand . Das ist der Wert für reines Blei in Hüttenqualität, kein Ankaufspreis. Für Altblei zahlt der Handel weniger, weil Anhaftungen, Legierungsanteile, Schmelzverluste, der Aufwand für einen Schadstoff und die Handelsspanne abgehen. Den konkreten Preis nennt dir der Händler. Mit Gewicht und Börsenwert im Kopf kannst du sein Angebot aber einordnen. Alles zu Sorten, Annahme und Starterbatterien steht auf Blei Schrottpreis.

Kommt bei einer Dachsanierung, einem Umbau oder einer Entrümpelung mehr zusammen, vermittelt dir Schrottgeier einen Fachbetrieb in deiner Region, der dir vorher sagt, ob er Blei als eigene Sorte annimmt.

Blei nicht selbst einschmelzen

Blei ist giftig. Beim Schleifen entsteht Bleistaub, beim Erhitzen und Schmelzen Bleirauch – die Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 505 behandelt das Schmelzen und Gießen von Blei deshalb als Tätigkeit, die im Betrieb Absaugung und Schutzmaßnahmen verlangt. Dazu kommt ein zweites Risiko: Gerät Wasser in flüssiges Metall, etwa aus einem feuchten Stück Schrott, kann es schlagartig verdampfen und die Schmelze herausschleudern. Gieß kein Blei zu Hause, auch keine Angelbleie. Gib Altblei am Stück ab und trag beim Anfassen Handschuhe.

Häufige Fragen zur Dichte von Blei

Wie hoch ist die Dichte von Blei?

11,34 g/cm³ bei 20 °C. Ein Liter Blei wiegt 11,34 kg, ein Kubikmeter rund 11,3 Tonnen.

Ist Blei das schwerste Metall?

Nein. Gold hat zum Beispiel 19,3 g/cm³. Unter den Metallen, die als Schrott im Haushalt oder auf dem Bau anfallen, ist Blei aber das schwerste.

Wie schwer ist Blei im Vergleich zu Stahl?

Ein gleich großes Stück Blei wiegt rund 1,45-mal so viel wie Stahl (7,85 g/cm³).

Wie unterscheide ich Blei von Zink und Zinn?

Am Gewicht: Blei ist gut 50 % schwerer als Zink (7,14 g/cm³) und Zinn (7,27 g/cm³). Außerdem lässt sich Blei mit dem Fingernagel ritzen und färbt auf Papier ab.

Bei welcher Temperatur schmilzt Blei?

Bei 327,4 °C. Wegen der Dämpfe und der Spritzgefahr gehört das Schmelzen in einen Fachbetrieb. Mehr unter Schmelzpunkt Metalle.

Quellen: Dichte (11,342 g/cm³ bei 20 °C), Schmelzpunkt (327,43 °C), Atommasse und Mohshärte (1,5) von Blei nach Wikipedia „Blei“, abgerufen 21.09.2026; Atommasse von Kupfer nach Wikipedia „Kupfer“; Dichte von Gold (19,3 g/cm³) nach Wikipedia „Gold“; Dichte von Zink (7,14 g/cm³) nach Wikipedia „Zink“; Dichte von Zinn: 7,27 g/cm³ als Rechenwert des Gewichtsrechners, Wikipedia „Zinn“ nennt 7,265 g/cm³ für weißes β-Zinn; Stahl (7,85 g/cm³) nach Wikipedia „Stahl“; Aluminium (2,70 g/cm³) nach Wikipedia „Aluminium“. Schmelzen und Gießen von Blei: Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 505 „Blei“ (BAuA); Dampfexplosion bei Kontakt von Wasser mit Metallschmelze nach Wikipedia „Physikalische Explosion“. Börsenwert: LME-Kassanotierung Blei über Westmetall, Euro-Referenzkurs der EZB, Rechenweg in der Methodik. Eine Ankaufsspanne je Kilogramm nennen wir für Blei nicht, weil die Kalibrierung gegen reale Platzpreise fehlt.