Ratgeber
Dichte von Metallen: Tabelle von Aluminium bis Platin
Von Magnesium mit 1,74 bis Platin mit 21,45 g/cm³: alle gängigen Metalle in einer Tabelle, dazu die Dichteprobe, mit der du ein unbekanntes Stück zu Hause bestimmst.
Die Dichte von Metallen reicht von 1,74 g/cm³ bei Magnesium bis 21,45 g/cm³ bei Platin. Die wichtigsten Werte zum Merken: Aluminium 2,70, Titan 4,51, Stahl 7,85, Kupfer 8,96, Blei 11,34 und Gold 19,30 g/cm³. Die meisten Gebrauchsmetalle – Zink, Zinn, Eisen, Edelstahl, Messing, Bronze, Nickel und Kupfer – drängen sich zwischen 7 und 9 g/cm³. Die Zahl in g/cm³ ist zugleich das Gewicht eines Liters in Kilogramm.
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Dichte der Metalle in der Tabelle
Reinmetalle stehen mit ihrem Standardwert bei Raumtemperatur in der Liste, Legierungen mit dem Nennwert einer typischen Sorte. Sortiert von leicht nach schwer:
| Metall | Dichte in g/cm³ | Magnet | Typisch im Schrott |
|---|---|---|---|
| Magnesium | 1,74 | nein | Gehäuse, Felgen (selten) |
| Aluminium | 2,70 | nein | Profile, Bleche, Guss |
| Titan | 4,51 | nein | Industrie, Medizintechnik |
| Zink | 7,14 | nein | Dachrinnen, Zinkdruckguss |
| Grauguss (EN-GJL-250) | 7,20 | ja | Heizkörper, Bremsscheiben |
| Zinn (weiß) | 7,27 | nein | Lötzinn, Zinngeschirr |
| Stahl (Baustahl) | 7,85 | ja | Träger, Rohre, Bleche |
| Eisen, rein | 7,874 | ja | – |
| Edelstahl V2A / V4A | 7,9 / 8,0 | kaum | Spülen, Geländer, Behälter |
| Messing (CuZn37) | 8,44 | nein | Armaturen, Ventile |
| Bronze (CuSn8) | 8,79 | nein | Lager, Buchsen, Glocken |
| Nickel | 8,91 | ja | Legierungen, Beschichtung |
| Kupfer | 8,96 | nein | Kabel, Rohre, Wicklungen |
| Silber | 10,49 | nein | Besteck, Schmuck, Kontakte |
| Blei | 11,34 | nein | Dachanschlüsse, Gewichte |
| Wolfram | 19,25 | nein | Hartmetall, Elektroden |
| Gold | 19,30 | nein | Schmuck, Kontakte |
| Platin | 21,45 | nein | Schmuck, Laborgerät |
Als Leichtmetalle gelten Metalle mit einer Dichte unter 5 g/cm³ – in dieser Tabelle Magnesium, Aluminium und Titan. Alles darüber zählt zu den Schwermetallen, auch Eisen und Kupfer.
Warum Tabellen leicht unterschiedliche Werte zeigen
Schlägst du drei Tabellen nach, findest du oft drei Werte für dasselbe Metall. Das hat Gründe. Bei Kupfer steht der Wert 8,96 g/cm³ für chemisch reines Metall, technisches Elektrolytkupfer Cu-ETP hat laut Datenblatt des Kupferverbands 8,93 g/cm³ – mit diesem Wert rechnet auch der Gewichtsrechner. Bei Zinn nennen Handbücher für das übliche weiße Zinn 7,27 g/cm³; der Rechner rechnet mit 7,27 – 0,3 Prozent mehr, für Schrottmengen ohne Bedeutung. Und bei Stahl steht dem Eisenwert 7,874 der Normwert 7,85 für Baustahl gegenüber.
Noch größer sind die Spannen bei Legierungen. Messing wird je nach Zinkanteil schwerer oder leichter, Bronze je nach Zinn- und Bleianteil, Edelstahl je nach Nickel und Molybdän. Die Tabelle nennt deshalb immer eine konkrete Sorte. Für jede Gewichtsschätzung beim Schrott reichen diese Werte locker aus.
Ausführlich zu einzelnen Metallen: Dichte Stahl mit Eisen, Edelstahl und Guss, Dichte Aluminium mit den gängigen Legierungen, Dichte Kupfer und Dichte Blei.
Metall erkennen mit der Dichteprobe
Die Dichte ist das zuverlässigste Merkmal, das du ohne Messgerät bestimmen kannst. Das Verfahren geht auf Archimedes zurück: Ein eingetauchter Körper verdrängt genau so viel Wasser, wie er Volumen hat. Du brauchst eine Küchenwaage und einen Messbecher:
- Wiegen Das saubere, trockene Stück in Gramm wiegen.
- Eintauchen Messbecher bis zu einer Marke füllen, Stück vollständig untertauchen, neuen Stand ablesen. Die Differenz in Millilitern ist das Volumen in Kubikzentimetern.
- Teilen Gramm geteilt durch Kubikzentimeter ergibt die Dichte. Den Wert mit der Tabelle vergleichen.
Beispiel: Ein graues, nicht magnetisches Stück wiegt 571 g und verdrängt 50 ml. 571 ÷ 50 = 11,4 g/cm³ – das passt nur zu Blei. Ein gleich großes Aluminiumstück hätte 135 g gewogen. Bei kleinen Teilen wird die Messung ungenau, weil ein Milliliter Ablesefehler viel ausmacht; genauer ist die Unterwasserwägung, bei der du den Auftrieb an einem Faden misst.
Kombiniert mit dem Magnettest und der Farbe an einer blanken Stelle trennt die Dichte die gängigen Schrottmetalle sicher. Ihre Grenze: Gold und Wolfram sind fast gleich schwer und lassen sich so nicht unterscheiden. Den kompletten Weg mit Kratzprobe und Klang beschreibt Metall bestimmen. Schneller geht es mit dem Metallcheck:
Das Werkzeug braucht JavaScript. Die Zahlen dahinter stehen auch im Text dieser Seite.
Vom Gewicht zum Schrottwert
Die Dichte ist auch der Schlüssel zum Erlös, denn am Schrottplatz zählt nur das Gewicht. Kennst du Maße und Metall, rechnet der Gewichtsrechner dir Rohre, Bleche und Profile in Kilogramm aus. Mit dem Kilopreis multipliziert, weißt du vorher, was dein Material ungefähr bringt: Stahl-Mischschrott liegt aktuell bei 0,13–0,18 €/kg, Aluminiumprofile bei 1,78–2,37 €/kg, Edelstahl V2A bei 0,60–0,75 €/kg, Stand . Alle Sorten stehen im Preismonitor.
Für größere Mengen gilt: Das Gewicht bestimmt, welcher Behälter passt, weil bei Metall meist die Zuladung die Grenze setzt – Details unter Containergrößen für Schrott. Schrottgeier behält den Überblick über Fachbetriebe bundesweit und vermittelt dir einen in deiner Region.
Häufige Fragen zur Dichte von Metallen
Welches Metall hat die höchste Dichte?
Unter den Metallen dieser Tabelle Platin mit 21,45 g/cm³. Noch schwerer sind die seltenen Metalle Osmium und Iridium mit über 22 g/cm³, die im Schrotthandel praktisch keine Rolle spielen.
Welches Metall ist am leichtesten?
Von den Gebrauchsmetallen Magnesium mit 1,74 g/cm³, gefolgt von Aluminium mit 2,70 g/cm³. Alkalimetalle wie Lithium sind noch leichter, spielen als Metallschrott aber keine Rolle.
Welche Dichte hat Kupfer?
Reines Kupfer hat 8,96 g/cm³, technisches Kupfer Cu-ETP 8,93 g/cm³. Messing liegt mit 8,44 g/cm³ etwas darunter.
Was bedeutet die Dichte in g/cm³ im Alltag?
Sie ist das Gewicht eines Liters in Kilogramm. Ein Liter Aluminium wiegt 2,7 kg, ein Liter Stahl 7,85 kg, ein Liter Blei 11,34 kg.
Kann ich Gold mit der Dichte prüfen?
Teilweise. Reines Gold hat 19,30 g/cm³, Legierungen weniger. Eine Fälschung mit Wolframkern fällt bei der Dichteprobe aber nicht auf, weil Wolfram mit 19,25 g/cm³ fast gleich schwer ist.
Quellen: Dichten der Reinmetalle (Magnesium, Aluminium, Titan, Zink, Zinn weiß, Eisen, Nickel, Kupfer, Silber, Blei, Wolfram, Gold, Platin, Osmium, Iridium) nach Wikipedia „Densities of the elements (data page)“ mit Werten aus CRC Handbook of Chemistry and Physics, Lange’s Handbook of Chemistry und WebElements, abgerufen 21.09.2026; Stahl 7.850 kg/m³ nach EN 1993-1-1; Edelstahl 1.4301 (7,9) und 1.4404 (8,0 kg/dm³) nach DIN EN 10088-1; Grauguss EN-GJL-250 (7,20 g/cm³) nach Werkstoffdatenblatt Brütsch/Rüegger Metals; Cu-ETP (8,93), CuZn37 (8,44) und CuSn8 (8,79 g/cm³) nach Werkstoff-Datenblättern des Deutschen Kupferinstituts; Grenze Leichtmetall 5 g/cm³ nach Wikipedia „Leichtmetall“, abgerufen 21.09.2026; Preise: Preismonitor schrottgeier.de, Stand , Rechenweg unter Methodik.
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